Passbild mit QR-Code: was der Code ist, wo Sie ihn bekommen, wie lange er gilt und was er kostet
Seit Mai 2025 kommt das Passbild nicht mehr auf Papier ins Amt, sondern per Code. Was der Data-Matrix-Code ist, wo es ihn gibt, warum eine App ihn nicht erzeugen kann, wie lange er gilt und was Studio, dm und Behörde verlangen.

Wer heute einen Personalausweis oder Reisepass beantragt, bringt kein Foto mehr mit, sondern einen Zettel mit einem Code. Der wird im Bürgeramt gescannt, und das Bild erscheint auf dem Bildschirm der Sachbearbeiterin. Seit dem 1. Mai 2025 ist das der einzige Weg, und weil der Ablauf neu ist, drehen sich die meisten Fragen um genau diesen Code: Was steckt drin, wo bekommt man ihn, wie lange gilt er, kann man ihn selbst machen? Hier sind die Antworten, mit den Angaben der Behörden und Anbieter, Stand September 2026.
Was der „QR-Code“ wirklich ist
Genau genommen ist es kein QR-Code, sondern ein Data-Matrix-Code – ein ähnliches quadratisches Muster, das das Personalausweisportal des Bundesinnenministeriums selbst als „ähnlich wie ein QR-Code“ beschreibt. Das Bild steckt nicht im Code. Der Code ist nur ein Schlüssel: Das Fotostudio oder die Drogerie lädt Ihr Lichtbild verschlüsselt in eine gesicherte Cloud, und die Behörde findet es dort mit Hilfe des Codes und lädt es herunter. Weitere persönliche Daten werden dabei laut Portal nicht gespeichert. Die praktische Folge steht ebenfalls in der offiziellen FAQ: Ohne den Ausdruck kann das Behördenpersonal Ihr Bild in der Cloud nicht finden. Der Zettel ist also so wichtig wie früher das Foto.
Seit wann, wofür und warum
Die Passverordnung schreibt seit dem 1. Mai 2025 vor, dass für Reisepass, Personalausweis und elektronischen Aufenthaltstitel nur noch Lichtbilder verwendet werden dürfen, die entweder direkt in der Behörde aufgenommen oder vom Fotografen digital und „medienbruchfrei“ über die sichere Cloud bereitgestellt wurden. Papierbilder wurden bis zum 31. Juli 2025 übergangsweise noch angenommen, seit August nicht mehr. Der Grund ist Fälschungssicherheit: Bei einem Ausdruck, der eingescannt wird, lässt sich nicht mehr nachvollziehen, ob das Bild vorher am Rechner manipuliert wurde, etwa durch das Verschmelzen zweier Gesichter (Morphing). Ein Bild, das ein zertifiziertes System aufnimmt und direkt überträgt, hatte diese Gelegenheit nicht.
Wo Sie den Code bekommen
Es gibt zwei Wege, und nur einer davon endet mit einem Code in Ihrer Hand.
- Fotostudio, Drogerie oder Fotofachgeschäft mit zertifiziertem Aufnahmesystem. Dort wird das Bild aufgenommen, geprüft und hochgeladen; Sie bekommen den Ausdruck mit dem Data-Matrix-Code mit, meist zusammen mit Papierabzügen. dm hat das Verfahren zum 1. Mai 2025 bundesweit eingeführt und nennt 5,95 Euro für die digitalen Bilder inklusive Papierbilder. Fotostudios legen ihre Preise selbst fest, häufig liegen sie darüber, dafür mit mehr Zeit und Beratung.
- Direkt im Bürgeramt. Viele Behörden haben Selbstbedienungsterminals der Bundesdruckerei (PointID) oder fotografieren am Schalter. Dafür fallen 6 Euro pro Lichtbild an. Einen Code brauchen Sie hier nicht, das Bild wandert direkt in Ihren Antrag.
Für die Frage „passbild qr code selber machen“ ist damit auch die Antwort klar: nein. Ein Handyfoto, ein Fotoautomat ohne Zertifizierung oder eine Passbild-App können keinen Code erzeugen, den die Behörde abrufen kann, weil die Cloud nur zertifizierten Anbietern offensteht. Selbst dm bietet neben dem Filialservice eine App an, mit der man Fotos zu Hause macht und für 5,95 Euro ausdrucken lässt – aber auf der Seite dazu steht ausdrücklich, dass Bilder für Personalausweis und Reisepass seit dem 1. Mai 2025 von autorisierten Anbietern kommen müssen. Die App-Bilder sind für Führerschein, Visa, Schülerausweise und Bewerbungen gedacht.
Wie lange der Code gültig ist
Hier gibt es zwei Zahlen, und beide stimmen, weil sie zu unterschiedlichen Fällen gehören.
- Bild aus Studio oder Drogerie: Es bleibt bis zu sechs Monate ab der Aufnahme in der Cloud und kann in dieser Zeit für mehrere Anträge genutzt werden, zum Beispiel erst für den Personalausweis und später für den Reisepass. dm formuliert es als „innerhalb von sechs Monaten für mehrere Anträge“.
- Aber: Laut der FAQ des Personalausweisportals wird das Bild standardmäßig unmittelbar nach dem Herunterladen durch die Behörde gelöscht. Wenn Sie es später noch einmal brauchen, sagen Sie das dem Behördenpersonal beim Termin – dann bleibt es bis zum Ablauf der sechs Monate erhalten. Wer das vergisst, muss beim zweiten Dokument neu fotografieren lassen.
- Bild aus dem Behördenterminal: gilt nur für diesen einen Antrag und wird danach gelöscht. Wer Ausweis und Pass zusammen beantragt, sollte das im Termin sagen, bevor das Bild aufgenommen wird.
Kann ich den Code selbst scannen oder abrufen?
Der Data-Matrix-Code ist für die Behörde bestimmt; mit einer normalen Scanner-App landen Sie bestenfalls auf einer Kennung, nicht beim Bild. Einige Anbieter drucken zusätzlich einen zweiten, echten QR-Code auf den Bogen, über den Sie Ihr digitales Passbild für den Eigenbedarf herunterladen können – dm macht das. Diese Datei dürfen Sie für alles verwenden, wofür kein zertifizierter Upload nötig ist, etwa eine Bewerbung oder einen Vereinsausweis. Für den Ausweisantrag zählt weiterhin nur der Ausdruck mit dem Data-Matrix-Code.
Was, wenn der Zettel weg ist?
Ohne Ausdruck kein Abruf, so eindeutig ist die offizielle Aussage. Solange das Bild noch in der Cloud liegt, also innerhalb der sechs Monate und sofern es nicht bereits nach einem Antrag gelöscht wurde, fragen Sie beim Anbieter, ob er den Ausdruck erneut erzeugen kann; nehmen Sie den Kassenbon mit. Andernfalls hilft nur eine neue Aufnahme, notfalls für 6 Euro direkt im Amt.
Was das für selbst gemachte Bilder bedeutet
Die Regel gilt für Pass, Personalausweis und Aufenthaltstitel, und nur dafür. Für den Führerschein bleibt alles beim Alten, dort verlangt die Fahrerlaubnisbehörde weiterhin ein Papierbild; Bewerbungen, Schüler- und Studierendenausweise, Vereins- und Anglerausweise, Monatskarten und die Visa vieler anderer Länder nehmen ebenfalls weiter ein selbst gemachtes Foto. Genau dafür ist FileFits gedacht: prüfen Sie ein Handyfoto auf Maße, Kopfgröße und Hintergrund, schneiden Sie es auf 35 × 45 mm zu, machen Sie daraus ein Bewerbungsfoto oder ein Visumfoto für die USA. Alles läuft im Browser, das Bild verlässt Ihr Gerät nicht. Einen Data-Matrix-Code erzeugt FileFits nicht, weil das rechtlich nur zertifizierte Anbieter dürfen; wer Ihnen das online für ein Selfie verspricht, verkauft etwas, das im Amt nicht funktioniert.
Mehr zu den Einzelheiten: wofür ein selbst gemachtes Passbild noch erlaubt ist, warum der Führerschein beim Papierbild bleibt und wie Sie ein Passbild zu Hause ausdrucken.
Kurz zusammengefasst
- Der Code ist ein Data-Matrix-Code auf einem Ausdruck; er verweist auf Ihr Bild in einer gesicherten Cloud.
- Pflicht seit 1. Mai 2025 für Reisepass, Personalausweis und elektronischen Aufenthaltstitel; nicht für den Führerschein.
- Herkunft: zertifiziertes Studio oder Drogerie (dm: 5,95 Euro inklusive Papierbilder) oder Behördenterminal (6 Euro, ohne Code).
- Gültig bis zu sechs Monate und mehrfach nutzbar, aber nur, wenn Sie beim Termin sagen, dass das Bild aufgehoben werden soll.
- Selbst machen, per App oder Automat ohne Zertifizierung: nicht möglich.