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HEIC in JPG umwandeln – am iPhone, unter Windows und am Mac

Ein Schalter am iPhone, ein Export-Menü am Mac, ein Browser-Tool für Windows: So wird aus HEIC ein JPG. Dazu, warum Windows HEIC oft nicht öffnet, was „Automatisch“ bei der Übertragung bedeutet und was mit Qualität und Standort passiert.

HEIC ist das Standardformat, in dem iPhones Fotos speichern. Damit das iPhone gar nicht erst HEIC anlegt, stellen Sie unter „Einstellungen“ → „Kamera“ → „Formate“ auf „Maximale Kompatibilität“ um: Ab dann wird jedes neue Foto als JPEG gespeichert. Vorhandene HEIC-Dateien wandeln Sie am Mac mit der Vorschau um und unter Windows ohne Installation im Browser mit dem HEIC-in-JPG-Konverter von FileFits. Öffnen lassen sie sich unter Windows erst mit zwei Erweiterungen aus dem Microsoft Store. Beim Umwandeln ändern sich die Dateigröße und, je nach Weg, die EXIF-Daten samt Standort. Beides erklären wir unten.

Warum sich HEIC-Dateien unter Windows oft nicht öffnen lassen

HEIC-Dateien sind Fotos im HEIF-Format (High Efficiency Image File Format), deren Bilddaten mit dem Codec HEVC komprimiert sind. Laut Apple-Support bieten HEIF und HEVC eine bessere Kompression als JPEG und H.264: Die Dateien belegen bei gleicher optischer Qualität weniger Speicherplatz. HEIC-Fotos aufnehmen können alle iPhones ab dem iPhone 7; iPhone, iPad und Mac öffnen HEIC seit iOS 11 beziehungsweise macOS High Sierra ohne Zusatzsoftware.

Windows dagegen braucht zwei Erweiterungen. Fehlen sie, meldet die Fotos-App laut Microsoft-Support unter Umständen, dass Sie eine Erweiterung benötigen, um die Datei zu verwenden. Microsofts Lösung:

  • HEIF-Bilderweiterungen: kostenlos im Microsoft Store.
  • HEVC-Videoerweiterungen: im deutschen Microsoft Store 0,99 € (Stand: September 2026).

Sie brauchen beide, auch wenn Sie nur Fotos und keine Videos öffnen wollen. Die Store-Beschreibung der HEIF-Erweiterung sagt ausdrücklich, dass für .heic-Dateien zusätzlich das HEVC-Paket installiert sein muss. Starten Sie danach die Fotos-App neu. Beide Erweiterungen sind für Windows 10 und neuer ausgewiesen, lassen sich also auch unter Windows 11 installieren.

iPhone-Fotos als JPG speichern statt HEIC

  1. „Einstellungen“ öffnen und auf „Kamera“ tippen.
  2. „Formate“ wählen.
  3. „Maximale Kompatibilität“ antippen.

Apple schreibt dazu, dass danach alle neuen Fotos das JPEG-Format verwenden, Videos H.264. Bereits gespeicherte Fotos bleiben HEIC. Der Preis: JPEGs belegen mehr Speicher, und je nach Modell weist das iPhone darauf hin, dass etwa 4K mit 60 fps, der Kinomodus oder HDR-Video „High Efficiency“ voraussetzen. Zurück geht es jederzeit über „High Efficiency“.

Vorhandene Fotos direkt am iPhone umwandeln

Dafür gibt es zwei Wege: den FileFits-Konverter in Safari (Foto aus der Mediathek wählen, JPG laden) oder einen Kurzbefehl aus den Aktionen „Fotos wählen“, „Bild konvertieren“ mit dem Format JPEG und „In ‚Fotos‘ sichern“. Beim Browserweg gilt: Auf Smartphones rechnet FileFits Bilder über knapp 16,8 Megapixel herunter, weil mobile Browser größere Bildflächen nicht zuverlässig verarbeiten. Aufnahmen mit 24 oder 48 Megapixeln wandeln Sie besser am Computer um, dort bleibt die volle Auflösung erhalten.

Übertragung auf Mac oder PC: „Automatisch“ oder „Originale behalten“

Unter „Einstellungen“ → „Apps“ → „Fotos“ steht weiter unten der Abschnitt „Auf Mac oder PC übertragen“. „Automatisch“ überträgt Fotos laut Apples Hinweistext in einem kompatiblen Format, „Originale behalten“ immer die Originaldatei, ohne die Kompatibilität zu prüfen. Apple-Support ergänzt: Beim Import per USB in „Fotos“, „Digitale Bilder“ oder auf einen PC werden HEIF-Fotos möglicherweise in JPEG umgewandelt. Für Windows heißt das: „Automatisch“ ausgewählt lassen. Am PC brauchen Sie laut Apple die App „Apple-Geräte“ aus dem Microsoft Store, und ist iCloud-Fotos aktiv, müssen die Originale vorher in voller Auflösung auf dem iPhone liegen.

Wer iCloud-Fotos nutzt, kommt am PC auch ohne Kabel an JPGs: Auf iCloud.com bis zu 1.000 Fotos auswählen, über die Mehr-Taste „Weitere Downloadoptionen“ öffnen, „Am kompatibelsten“ (JPEG) wählen und auf „Laden“ klicken.

HEIC in JPG umwandeln unter Windows 10 und 11

Wer nichts installieren möchte, nimmt den FileFits-Konverter. Er bringt einen eigenen HEIC-Decoder mit und funktioniert deshalb in Chrome oder Edge, auch ohne Microsofts Erweiterungen. Das Foto wird im Browser umgewandelt und nicht hochgeladen, das JPG hat am Computer die volle Auflösung und 92 % JPEG-Qualität. Der Konverter nimmt ein Foto pro Durchgang; für ganze Ordner sind die USB-Übertragung mit „Automatisch“ oder der Download über iCloud.com bequemer. Microsoft selbst nennt noch einen Weg: sich die Fotos vom iPhone per E-Mail zu schicken, weil viele Geräte HEIC dabei automatisch in ein gängigeres Format umwandeln.

HEIC in JPG umwandeln am Mac

  • Vorschau: Foto öffnen, „Ablage“ → „Exportieren“, unter „Format“ JPEG wählen, bei Bedarf die Qualität anpassen, „Sichern“. Mehrere Bilder öffnen Sie in einem Fenster, markieren sie in der Seitenleiste und exportieren sie gemeinsam.
  • Finder: Control-Klick auf die Datei, „Schnellaktionen“ → „Bild konvertieren“ (je nach macOS-Version unter „Mehr“), dann Format und Größe wählen.
  • Fotos-App: „Ablage“ → „Exportieren“ → „[Anzahl] Fotos exportieren“ und bei „Fotoart“ JPEG einstellen.

Was mit Qualität und Dateigröße passiert

JPEG komprimiert weniger effizient als HEIC, die Datei wird also meist größer. In unserem Test ergab ein 12-Megapixel-Foto mit 2,11 MB als HEIC bei FileFits ein JPG mit 2,47 MB, bei gleicher Auflösung. Technisch ist das eine zweite verlustbehaftete Kompression; bei 92 % Qualität ist beim normalen Betrachten kaum ein Unterschied zu sehen. Soll das Foto noch aufwendig bearbeitet werden, ist HEIC in PNG umwandeln die bessere Wahl: verlustfrei, aber deutlich größer. Ist das JPG für ein Upload-Formular zu schwer, hilft Bild auf 1 MB verkleinern.

EXIF-Daten und Standort: je nach Weg verschieden

Hat die Kamera Zugriff auf die Ortungsdienste, bettet das iPhone laut Apple die Koordinaten in jedes Foto ein. Ob sie nach dem Umwandeln noch drinstehen, hängt vom Werkzeug ab:

WegWas mit EXIF und Standort passiert
FileFits: HEIC in JPGWerden nicht übernommen, das JPG enthält weder Standort noch Aufnahmedatum oder Kameramodell (von uns geprüft)
Kurzbefehl „Bild konvertieren“Schalter „Metadaten erhalten“; ist er aus, werden laut Apple alle Metadaten samt GPS-Koordinaten entfernt
Teilen aus der Fotos-App am iPhone„Optionen“ antippen und „Standort“ ausschalten, dann erscheint „Standort nicht eingeschlossen“
USB mit „Automatisch“, Vorschau, FinderVon Apple nicht dokumentiert, Ergebnis prüfen

Das hat zwei Seiten: Ein Foto ohne Koordinaten verrät über seine Metadaten nicht mehr, wo es entstanden ist, aber auch das Aufnahmedatum ist weg. Fotoverwaltungen, die nach Datum sortieren, ordnen das Bild dann womöglich unter dem Tag der Umwandlung ein. Was eine Datei tatsächlich enthält, zeigt der EXIF-Betrachter, der auch HEIC liest. Ein JPG, das noch Koordinaten trägt, säubern Sie mit EXIF-Daten entfernen. Mehr zu den einzelnen Einträgen steht in unserem Beitrag Foto-Metadaten auslesen und löschen.

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